Fahrt zur KZ-Gedenkstätte und Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm

6. März 2016

Samstag, 23.April 2016

Programm: 8.30 Uhr Busabfahrt Busbahnhof Tübingen 9.15 Uhr alter Busbahnhof Reutlingen 9.30 Uhr Bahnhof Metzingen 10.30 Uhr Führung DZOK Oberer Kuhberg 12.30 Uhr Fahrt in die Ulmer Innenstadt, Zeit zur freien Verfügung 14.30 Uhr Treffpunkt am Weinhof vor der Synagoge Führung zur Jüdischen Geschichte in der Innenstadt, Haus der Geschichte, Neue Synagoge und Münster mit Dr. Silvester Lechner 16.30 Uhr Einstein-Haus/VHS-Ulm: Ausstellung Albert Einstein, den Jugendwiderstand in Ulm und Inge Aicher-Scholl, Abschluss in der Cafeteria 17.30 Uhr Rückfahrt ca.19 Uhr Ankunft in Reutlingen ca.19.30 Ankunft in Tübingen Teilnehmergebühr: 15 €, ermäßigt 8€ Anmeldung bis 9.4.2016 bei: Rosa-Luxemburg-Stiftung Ludwigstr. 73a, 70176 Stuttgart, Tel.0711-99797090, mail: schlager@rosalux.de Bankkverbindung: Postbank Stuttgart, IBAN: DE93 6001 0070 0392 6207 08 BIC: PBNKDEFF, Betreff: Fahrt Oberer Kuhberg Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Viktors Kopf – Filmpremiere am 13.3.2016 im Kino Arsenal

6. März 2016

Ein Dokumentarfilm von Regisseurin Carmen Eckhardt Sonntag 13.3.2016 11:30 Uhr Kino„Arsenal“ Hintere Grabenstraße anschließend Gespräch mit der Regisseurin   „Viktors Kopf“ erzählt schonungslos, persönlich und emotional eine Zeitreise zwischen NS-Vergangenheit und Gegenwart, Verdrängung und Wahrheit, in der die Grenzen sich in manchen Momenten zu verwischen scheinen und der Mut der Widerstandskämpfer heute noch für Verwirrung und Abwehr sorgt. Es geht um den lebensbedrohlichen Mut von damals und den Mut, den es heute braucht, ein Tabu zu brechen und die Verbindung zur eigenen Geschichte zu suchen. Auf der Suche nach den Spuren ihres Urgroßvaters dokumentiert Carmen Eckardt auch die verhängnisvolle Rolle der Tübinger Anatomie in der Zeit des Nationalsozialismus und geht auf die Geschichte des Gräberfeld X auf dem Tübinger Stadtfriedhof ein.   Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten(VVN-BdA) Tübingen-Mössingen, Verein Lern und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus Tübingen, DGB-Arbeitskreis Tübingen, Kino Arsenal, Rosa-Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg, gefördert durch den Fachbereich Kultur der Stadt Tübingen.

NO PASARAN – EINE GESCHICHTE VON MENSCHEN, DIE GEGEN DEN FASCHISCHMUS GEKÄMPFT HABEN

6. März 2016

Film/Gespräch

Freitag, 11.03.2016 – 20:15 Uhr

Lichtspiele Mössingen, Höfgasse 12  72116 Mössingen

Film und Diskussion mit dem Regisseur Daniel Burkholz “Wofür habt ihr gekämpft?” Diese Frage lässt den 96-jährigen Österreicher Gerhard Hoffmann sehr nachdenklich werden: Auf einer Reise quer durch Europa , zu den letzten ZeitzeugInnen, die im Spanischen Bürgerkrieg und im Zweiten Weltkrieg gegen den Faschismus gekämpft haben , macht sich  ” NO PASARAN” auf die Suche nach Antworten. Im Zentrum dieses multinationalen Dokumentarfilms stehen die Lebenswege und persönlichen Schicksale Gerhard Hoffmann (Österreich), Rosario Sanchez Mora (Spanien) ,Herman Scherboom (Niederlande), Kurt Julius Goldstein (Deutschland), der Brüder Joseph und Vincent Almudever /Frankreich) und von Giovanni Pesce und seiner Frau Onorina Brambilla Pesce (Italien). Als sie sich als Freiwillige gemeldet haben waren  sie in der Mehrzahl noch Jugendliche. Doch keiner von ihnen hatte damit gerechnet, erst nach einer oft 10-jährigen Odyssee über die Schlachtfelder Europas und durch Konzentrations- und Vernichtungslager nach Hause zurückzukehren. Die ZeitzeugInnen erzählen ohne Pathos, aber eindrucksvoll und bewegend, von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Sie berichten aus der Perspektive von Menschen, die in den Strudel epochaler Ereignisse, für deren Anlässe und Bedingungen sie nicht verantwortlich waren, hineingezogen wurden.

Ein deutsches KZ in Frankreich

16. November 2015

Buchvorstellung und Diskussion mit der Herausgeberin Florence Hervé

Montag, 23.November 2015 20 Uhr

im Club Voltaire, Haaggasse 26b

Weitgehend unbekannt ist, dass es auch im von der Wehrmacht besetzten Frankreich ein deutsches Konzentrationslager gab: Das im Elsass gelegene Natzweiler-Struthof, ein Ort grausamer Verbrechen, der zugleich Führungszentrum für Nebenlager und Außenkommandos war – einige auch in der Tübinger Region. Zehntausende rassisch und politisch verfolgte Nazigegner und Widerstandskämpfer aus vielen Ländern Europas wurden in diesem Lagerkomplex gequält und durch Zwangsarbeit brutal ausgebeutet, 22 000 von ihnen wurden ermordet. Das durchgängig zweisprachige Buch (deutsch/französisch) stellt das Lagersystem dar und erklärt dessen Besonderheiten. Außerdem enthält es zahlreiche eindrucksvolle Fotografien von Martin Graf – neben Augenzeugenberichten von Überlebenden sowie künstlerischen Zeichnungen und literarischen Texten, so etwa von Tomi Ungerer oder Bernhard Schlink. Eine Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Club Voltaire Tübingen

 

20151123_Natzweiler-Struthof Buchvorstellung

29. August 2015 – Kundgebung zum Antikriegstag: Krieg beginnt hier – bekämpfen wir ihn hier!

1. September 2015

70 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg: Für eine neue Entspannungspolitik, nein zur Vorbereitung auf den Krieg!

29. August 2015, 13:00 Uhr, Kundgebung auf dem Tübinger Holzmarkt
Redebeitrag für die VVN-BdA, KV Tübingen-Mössingen

Liebe Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner,
liebe Freundinnen und Freunde,

wir erinnern an den Überfall Nazi-Deutschlands am 1. September 1939 auf Polen, den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Wir erinnern an verbrecherischen deutschen Militarismus und deutsches Großmachtstreben, die bereits zweimal nie dagewesenes Leid und Zerstörung über die Welt gebracht haben. Wir gedenken der Opfer des deutschen Imperialismus, ohne den auch die Shoah nicht möglich gewesen wäre. Denn Rassismus – bis hin zum Antisemitismus – ist diesem eingeschrieben.

Einen dritten deutschen »Griff nach der Weltmacht« darf es nicht geben!

Seit bald zwei Jahren führt der Regimewechsel in der Ukraine zu Gewalt, Zerstörung, Mord und Krieg.

Liebe Freundinnen und Freunde,
wenn wir sagen: »Krieg beginnt hier – bekämpfen wir ihn hier!«, dann heißt dies auf die Ukraine bezogen, daß die deutsche Bundesregierung wesentlich Mitschuld trägt an der katastrophalen Lage und dem Krieg, der in der Ukraine geführt wird. Ohne deutsche Unterstützung hätte es keinen Putsch in Kiew gegeben. Die Folgen waren die Abspaltung der Krim und der Krieg Kiews gegen die eigene Bevölkerung im Donbass.

Gerade mit Hilfe extrem nationalistischer, paramilitärischer und faschistischer Schlägertruppen wurde eine neue Führung an die Macht geputscht. Ein Regime, dessen Zweck sich in neoliberalen Kürzungen, Privatisierungen und Krieg erschöpft. Nein, Premier Arsenij Jazenjuk, der Mann von Victoria Nulands Gnaden, bringt es immerhin auf tägliche antirussische Ausfälle. Widerlicher Nationalismus und kleinlich-beschränkte Russophobie sind unter seiner Führung zum Markenzeichen der Kiewer Politik geworden.

Sind das etwa die ›europäischen Werte‹, für die der ›Euromajdan‹ vom Westen unterstützt wurde?

Hinzu kommt: Nach wie vor ungeklärt sind die sogenannten Schüsse vom Majdan, das Massaker von Odessa, der Abschuß von MH17 – obwohl doch Kiew das allergrößte Interesse an der Klärung dieser Katastrophen haben müßte.

Die Opposition wird verfolgt, linke Parteien sind von der »Dekommunisierung« bedroht: all das sind typische Merkmale von Diktaturen.

Die Ukraine steht vor der Staatspleite, doch IWF und Gläubiger helfen dem kriegführenden Regime mit einem Schuldenschnitt, ganz im Unterschied zu Griechenland.

Die Oligarchenwirtschaft bleibt unangetastet. Kolomojskij, einer von ihnen, Finanzier diverser kleiner Privatarmeen, soll sogar einen Teil eines IWF-Kredits veruntreut und sich in die USA abgesetzt haben.

Der Krieg im Donbass führte bisher zu mindestens 7.000 Toten und zwei Millionen Flüchtlingen (wovon etwa eine Million in das geschmähte Rußland floh).

Die Friedensbemühungen von Minsk drohen zu scheitern. Die Kriegspartei – nicht nur in Kiew – verfügt über starken Rückhalt.

Umso mehr kommt es auf uns an: Die Friedens- und Antikriegsbewegung hat im vergangenen Jahr, trotz Zersplitterung, gewirkt. Und die Antikriegsbewegung wirkt weiter!

Politik und Medien hatten und haben keinen Erfolg, obwohl sie das uralte Feindbild Rußland wieder aufpolieren wollen. Alle Meinungsumfragen zeigen, daß konstant eine übergroße Mehrheit der Gesellschaft in Deutschland sich keine Spannungen mit Rußland aufschwatzen lassen will, daß diese Mehrheit keine Konfrontation und erst recht keinen Krieg mit Rußland will!

Seit über einem Jahr gibt es eine ganze Serie von Militär-Manövern der NATO im (östlichen) Europa, die gegen Rußland gerichtet sind, in diesen Tagen sogar das größte Luftlande-Manöver der NATO seit Ende des Kalten Krieges.

All dies zeigt: die Kriegsgefahr in Europa ist noch immer sehr groß.

Unsere Forderungen von 2014 sind noch aktuell, es kommen aber neue hinzu. Wir sagen NEIN –
∙ zum Einsatz von Militär und Privatarmeen
∙ zu Kriegshetze und Kriegsvorbereitung
∙ zur Stationierung ausländischer Truppen und Massenvernichtungswaffen in der Ukraine
∙ zur Konfrontation mit Rußland
∙ Nein zu wirtschaftlichen und politischen Sanktionen
∙ zur NATO- und EU-Osterweiterung
∙ Nein zur Verharmlosung und Unterstützung von Faschisten

Wir fordern daher:
∙ keine Manöver der NATO oder Bundeswehr in Osteuropa
∙ keine Rüstungsexporte in die Region
∙ Schluß mit jeglicher Eskalationspolitik
∙ Wiederherstellung des neutralen/blockfreien Status der Ukraine
∙ Wiederherstellung normaler Beziehungen mit Rußland
∙ keine Zusammenarbeit mit Faschisten

Denn: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!
Christian Harde

Kundgebung zum Antikriegstag 2015

23. August 2015

Zum Antikriegstag wollen wir auch in Tübingen auf die akute und weltweit drohende Kriegsgefahr hinweisen. Wir laden alle um den Frieden Besorgten ein zur Kundgebung:

Krieg beginnt hier – bekämpfen wir ihn hier!

Kundgebung am Samstag, 29. August 2015
Tübingen, Holzmarkt, 13 Uhr

Redebeiträge u. a. zum Krieg in der Ukraine, Syrien, in den kurdischen Gebieten, NATO-Mobilmachung, Rüstungsexporten, Solidarität mit Flüchtlingen und Kurden.

Infostände und Musik

Zur Kundgebung rufen auf:
Tübinger Friedensplenum und Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), DKP, Frauenverband Courage, Gesellschaft Kultur des Friedens, Informationsstelle Militarisierung (IMI), Kurdischer Verein Tübingen-Reutlingen, DIE LINKE, Mahnwache für den Frieden, MLPD, Solidarität International, Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), Tübinger Linke (TÜL), Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA).

Aufruf der Initiative „Keine Basis der NPD – Kampagne für Vielfalt und Toleranz in Meßstetten“

3. Juli 2015

Liebe Mitbürger_innen und Antifaschist_innen,

die „Nationaldemokratische Partei Deutschlands“ (NPD) versucht seit einiger Zeit die Gaststätte „Waldhorn“ in Meßstetten-Bueloch zu kaufen, um dort eine Landesgeschäftsstelle einzurichten. Konzerte, Infoveranstaltungen und Schulungen von und für Neonazis könnten dort stattfinden.
Durch eine Landesgeschäftsstelle fänden bisher unorganisierte RassistInnen eine Struktur, die NPD würde gestärkt. Zusätzlich stelle dies ein unkalkulierbares Risiko für die über 1500 Geflüchteten in der Landeserstaufnahmestelle vor Ort dar.

Dies gilt es zu verhindern!

Die menschenverachtende und faschistische Ideologie der NPD lehnen wir grundsätzlich ab, wir stehen für Akzeptanz und kulturelle Vielfalt.

Deshalb rufen wir am Samstag, den 04.07.2015, um 15 Uhr zu einer antifaschistischen Kundgebung auf dem Marktplatz in Meßstetten auf.

Keine Basis der NPD – in Meßstetten und anderswo!

Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!

Für eine friedliche und solidarische Gesellschaft!

Keine Basis der NPD – Kampagne für Vielfalt und Toleranz in Meßstetten

„Jetzt Farbe bekennen – Hilferuf aus Meßstetten ernst nehmen“

3. Juli 2015

Presseerklärung
der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist/inn/en VVN-BdA

In Meßstetten auf der Schwäbischen Alb befindet sich die Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Nur wenige hundert Meter von dort entfernt ist das „Waldhorn“, eine zur Zeit geschlossene Gaststätte mit einem Gartengelände und Hotelkapazitäten. Sie steht zum Verkauf und ein bekannter Strohmann der NPD hat einen hohen Preis dafür geboten. Ohne Machenschaften zum Hochtreiben des Kaufpreises völlig auszuschließen, sieht der SPD-Ortsverein Meßstetten „eine reale Gefahr, dass es der NPD ernst damit ist, besagte Immobilie in Meßstetten zu erwerben“. Dies hat der SPD-Ortsverein in einem Schreiben vom 03.07.2015 dem Ministerium für Integration, dem Innenministerium und dem Justizministerium Baden-Württemberg mitgeteilt und sie zum Handeln aufgefordert, „um einen Erwerb der Immobilie durch Rechtsradikale zu verhindern“. Ausführlich wird dies in dem Schreiben begründet.

„Wir erwarten, dass dieser Hilferuf ernst genommen wird, bevor mit einem Immobilienkauf vollendete Tatsachen geschaffen sind. Wir wollen keine Anlaufstelle, kein Schulungszentrum und keine Geschäftstelle der Neonazis in Baden-Württemberg – weder in Meßstetten noch in Stuttgart noch anderswo“, erklärte Lothar Letsche, Mitglied des Geschäftsführenden Landesvorstands der VVN-BdA „Wir teilen die Besorgnisse der Meßstetter Sozialdemokraten und aller anderen Antifaschistinnen und Antifaschisten. Ein Stützpunkt der Neonazis gerade an diesem Ort wäre nicht nur für die Flüchtlinge gefährlich. Es wäre eine Stärkung der jetzt schon bedrohlichen regionalen Nazistrukturen in der Region, mit Auswirkungen auf das gesamte Bundesland.“

Darum bringe seine 1947 von Überlebenden der Naziverfolgung gegründete Organisation sich in das Bündnis „Keine Basis der NPD – Kampagne für Vielfalt und Toleranz in Meßstetten“ ein und beteilige sich an der Kundgebung am 4. Juli um 15 Uhr auf dem Rathausplatz in Meßstetten. „Wir wollen, dass die Kundgebung der Auftakt zu einem Schulterschluss wird zwischen allen, die in Meßstetten selbst, im Zollernalbkreis und auf Landesebene dieses Anliegen teilen.“

Keine Basis der NPD – Kampagne für Vielfalt und Toleranz in Meßstetten

Presseerklärung der VVN-BdA und Schreiben der SPD Meßstetten als PDF

Wohin wir gehen. Geschichte einer Fahnenflucht

29. Juni 2015

Im Frühjahr 1945 wurden im Wald hinter der ehemaligen Hindenburgkaserne mehrere Deserteure erschossen. Seit 2008 erinnert ein Platz im Französischen Viertel an ihr Schicksal, der »Platz des unbekannten Deserteurs«. 70 Jahre danach wird nun einer, der auch NEIN sagte zum Krieg, über seine Desertion berichten:

Freitag, 10. Juli 2015, 20 Uhr,
Gemeindehaus der Eberhardskirche,
Eugenstraße 26, Tübingen

Christoph Scheytt liest aus den Erinnerungen an seine Desertion im Frühjahr 1945. Mit anschließender Diskussion.

Deutschland im letzten Kriegsjahr. Christoph Scheytt und Walter Rieg sind 16 Jahre alt, als sie gemeinsam mit anderen Hitlerjungen als »Panzerjagdkommando« für den längst verlorenen Krieg der »Nationalsozialisten« geopfert werden sollen. Gemeinsam entschließen sie sich zur Flucht. Getrieben von der Sorge um Familien daheim, dem festen Willen zu überleben, in der Tasche eine Ausgabe von Novalis, nimmt eine abenteuerliche Odyssee durch das untergehende »Dritte Reich« ihren Anfang …

Christoph Scheytt, Jahrgang 1928, Pfarrer im Ruhestand,
veröffentlichte 2013 die Erinnerungen an seine Desertion
1945. Jetzt stellt er sie in Tübingen vor.

Es laden ein:

Tübinger Friedensplenum / Antikriegsbündnis

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Tübingen-Mössingen

Evangelische Eberhardskirche Tübingen

Gedenkstättenfahrt zum ehemaligen KZ Natzweiler-Struthof

12. Juni 2015

Exkursion
Mit Arno Huth, Hans-Peter Goergens
Samstag, 25.07.2015 | 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Eine Fahrt von Tübingen, über Stuttgart, das KZ-Außenlager Vaihingen/Enz und Karlsruhe zum ehemals einzigen faschistischen KZ auf französischem Boden.

ABLAUF
Am 25. Juli führt uns eine Tagesfahrt mit dem Bus (von Tübingen und Stuttgart), erst zum ehemaligen Außenlager von Natzweiler, dem «KZ Vaihingen an der Enz». Ab August 1944 wurden dort die im Lager untergebrachten über 2.000 jüdischen Häftlinge aus Radom/Polen neben rund 800 Zwangsarbeitern beim Bau einer unterirdischen Fabrik für Jagdflugzeuge eingesetzt. Weiter geht die Fahrt über Karlsruhe zum ehemaligen Konzentrationslager (KL) «Natzweiler-Struthof».

Begleitet wird die Fahrt von Arno Huth, einem Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Neckar-Elz, und Autor der Forschungsarbeit «Das doppelte Ende des KL Natzweiler auf beiden Seiten des Rheins», und dem Gewerkschafter Hans-Peter Goergens (Offenburg), der uns durch das KZ in Frankreich führt.

HINTERGRUND
Die Befreiung vom Faschismus jährt sich zum 70ten Mal. Am 8. Mai 1945 endlich streckte die dt. Wehrmacht die Waffen und kapitulierte bedingungslos. Das von den Nazis errichtete KL «Natzweiler-Struthof» wurde von diesen Ende November 1944 aufgegeben. 22.000 Menschen hatten dort ihr Leben gelassen. Sie starben an den Folgen der in der Gefangenschaft erlittenen Krankheiten, an Kälte und Mangelernährung oder wurden ermordet.

Das Konzentrationslager war im April 1941 vom Nazi-Regime im besetzten französischen Elsass in 800 Metern Höhe auf einem Gipfel der Vogesen errichtet worden. Die Gegend war ursprünglich als Ski- und Naherholungsgebiet bekannt (der «Struthof»). Das Hauptlager ist das einzige Konzentrationslager auf französischem Boden. Es diente vor allem als Arbeitslager für die Kriegsindustrie. Dort wurden auch medizinische Experimente an Gefangenen durch Nazi-Professoren der Reichs-Universität Straßburg durchgeführt. Ursprünglich wurde das Lager für 1500 Häftlinge gebaut, jedoch waren im September 1944 zwischen 7. 000 – 8.000 Gefangene untergebracht. Das bedeutete, dass in eine Baracke von 17 Metern Breite und 44 Metern Länge 650-750 Menschen gepfercht wurden.

Von den insgesamt etwa 52.000 Gefangenen (1941-45) aus ganz Europa kamen etwa 35.000 direkt in die fast 70 Nebenlager (z.B. Vaihingen/Enz, Leonberg oder Neckarelz) auf beiden Seiten des Rheins; sie haben das Hauptlager nie gesehen.

BUS ZUSTIEGSMÖGLICHKEITEN
An vier Orten kann zur Gedänkstettenfahrt zugestiegen werden. Die Fahrt beginnt morgens in Tübingen und kommt dort auch wieder am späteren Abend an.

Stationen

08:00 Tübingen Touristikbusparkspur (zwischen Obf u. AOK)
08:45 Stuttgart-Vaihingen, Bahnhof
09:30 KZ-Lager Gedenkstätte Vaihingen/Enz (Nähe Bahnhof)
11:30 Karlsruhe, Bahnhof (hinter dem Bhf. – Südausgang)

Da man auf dem Gelände des KZ-Natzweiler Struthof keine Speisen zu sich nehmen kann, bitten wir Sie, sich selbst mit einem Vesper für den Tag zu versorgen.

ANMELDUNG
Die Teilnehmer*innenzahl für die Exkursion ist begrenzt. Wir bitten um Anmeldung bis spätestens 06. Juli 2015 an: bawue@rosalux.de,
Tel.: 0711-99797090.

Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung mit Hinweisen zur Entrichtung der Teilnahmegebühr: Sie beträgt regulär 20 €, ermäßigt 10 € (Rentern*innen, Studierende, Geringverdienende, Erwerbslose), Solidaritätsbeitrag 30 €.

Bewirtung ist nicht in der Gebühr enthalten.

Wir bitten Sie, Getränke und Verpflegung mitzubringen. Eine längere Mittagspause wird aus zeitlichen Gründen nicht möglich sein.

Wichtig! Wettertaugliche Kleidung, feste Schuhe u. Kopfbedeckung, das Lager ist auf einer großen Freifläche ohne Schatten.

Kontakt

RLS-Regionalbüro Baden-Württemberg
Ludwigstr. 73a
70176 Stuttgart

Telefon: 0711 99797090
Fax: 0711 99797091
E-Mail: bawue@rosalux.de

Eine Veranstaltung von: Die AnStifter, Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg und VVN-BdA Tübingen-Mössingen.

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