Ukraine-Ausstellung „Prize of Freedom“
1. Januar 2025
Stellungnahme des Vorstands der VVN-BdA zur aktuellen Diskussion um die Ukraine-Ausstellung „Prize of Freedom“, die im Dezember in der Universitätsbibliothek gezeigt wurde.
Leserbrief zur Ausstellung „Price of Freedom“ in der Universitätsbibliothek
Bezug: „Übrigens“ von Ulrich Janßen, TAGBLATT vom 19.12.2025 („Kitschig heldenhaft“)
Die Universitätsbibliothek ist ein Ort der Wissenschaft und Kunst – oder sollte es zumindest sein. Jetzt aber wird dort (übrigens mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes!) eine Ausstellung mit Kriegspropaganda gezeigt, aber nur Propaganda einer der Kriegsparteien und auch nicht in aufklärerischer, sondern in verherrlichender Absicht. Das, was dort an Plakaten junger ukrainischer Künstler*innen gezeigt wird, schadet allerdings – entgegen der mutmaßlichen Absicht der Verantwortlichen – eher dem Ansehen der Ukraine. Denn faschistische und nationalistische Motive, affirmative Bezugnahmen auf Bandera und platter Antikommunismus sind doch eher peinlich. Nur anscheinend nicht dem Kurator, nicht der Universitätsleitung und auch nicht der Direktion der UB. Kurz: Die Ukraine-Ausstellung ist in der UB fehl am Platze; mit Wissenschaft hat sie nichts zu tun und mit Kunst… – na ja, schlichte Bildersprache, Heldenkult eben. Der ist, meinen wir, anders als Professorin Schahadat, durch nichts zu rechtfertigen, nicht bei uns, und auch nicht anderswo. Traurige Erkenntnis: Ein Teil der ukrainischen Jugend ist uninformiert und wird verhetzt, ein anderer wird verheizt – es sei denn, er desertiert.
Für die VVN-BdA Tübingen-Mössingen: Jens Rüggeberg, Tübingen





