8. Mai

2. Mai 2026

Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg

„8.Mai Tag der Befreiung – Ein Tag zum Feiern, ein Tag zum Kämpfen!“

17 Uhr Kundgebung

auf dem Holzmarkt Tübingen

mit Redebeiträgen von Ismayil Arslan, stellv. Vorsitzender DGB Tübingen u.a.

ab  ca. 18 Uhr kleines Fest zum 8.Mai mit Gesprächen und Getränken hinter der Stiftskirche

vor der Kundgebung

Gedenken am Gräberfeld X

Freitag  8.5.2026 16 Uhr  Stadtfriedhof Tübingen

Skript Rede 8. Mai 2026, Gedenken am Gräberfeld X

https://tuebingen.vvn-bda.de/wp-content/uploads/sites/45/2026/05/Rede-von-Sophie-Linde-am-8.pdf

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Veranstalter: Gesellschaft Kultur des Friedens, u.a. auch Redebeitrag der VVN-BdA 

Aufruf zum 8.Mai

„Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“- Das schworen vor 81 Jahren die Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald, nachdem sie sich selbst befreiten. Am 8. Mai feiern wir das Ende des zweiten Weltkriegs und den Sieg über den Faschismus in Europa. Wir danken den Befreiern der roten Armee und der Armeen der West-Alliierten und gedenken der unzähligen Opfer des NS-Faschismus.

„Nie wieder“ war gestern?

Heute, rund 81 Jahre später, steckt der Kapitalismus erneut in einer tiefen Krise. Die internationale Konkurrenz nimmt rapide zu. Das Ergebnis: um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen, bauen die Herrschenden auf Krieg, und um das zu finanzieren wird bei Bildung, Gesundheit und Sozialem gekürzt.

Aber Krieg beginnt nicht erst an der Front – er wird im Inneren vorbereitet: Dazu gehört die offensive Bundeswehr-Präsenz in allen Bereichen des Lebens, die Umwandlung von ziviler zu militärischer Produktion und die Zwangsrekrutierung der Jugend für den Kriegsdienst. Protest dagegen soll verhindert werden, also braucht es einen autoritären Staat, der Kritik am aktuellen Kriegskurs bestraft. Das haben wir zuletzt bei den Schulstreiks gegen die Wehrpflicht oder bei Demos für Solidarität mit Palästina am eigenen Leib gemerkt. Dies treibt die Rechtsentwicklung immer weiter, AfD und Regierungspolitik ergänzen sich gegenseitig.

NEIN ZUR WEHRPFLICHT!

Grußwort zum Schulstreik am 8.5.2026

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Friedensfreund:innen,

die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschist:innen, kurz VVN-BdA, unterstützt den Schulstreik gegen die Wehrpflicht.

Seit der Gründung der VVN haben sich die Antifaschistinnen an die Seite der Jugendlichen gestellt, die gegen Wiederbewaffnung, Aufrüstung und Gründung der Bundeswehr und vor genau 70  Jahren gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht gekämpft haben. Von der Mehrheit der Bevölkerung wurde diese abgelehnt wurde, eine breite Friedensbewegung ging auf die Straßen. Jugendliche hatten großen Anteil an der Ohne-Mich-Bewegung und am Kampf gegen Atomtod. Genauso wie ihr heute, wollten sie damals, nur wenige Jahre nach dem Ende des 2.Weltkriegs, nicht schon wieder zum Töten ausgebildet werden und als Kanonenfutter in zukünftigen Kriegen herhalten müssen.

Heute am 8.Mai feiern wir den Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg. 1945 hatte die Wehrmacht kapituliert, der Krieg war verloren. Die Welt wurde vom NS-Faschismus befreit, das unfassbare Leid des Krieges und faschistischen Terrors, die Elend und Zerstörung mit bis zu 80  Millionen Toten brachten, wurde beendet.

Heute soll Deutschland wieder kriegstüchtig und die Bundeswehr zur stärksten Armee in Europa aufgerüstet werden, damit Deutschland wieder Kriege und dieses Mal siegreich führen kann. Dafür braucht es mehr Soldaten, mehr junge Menschen, die gegen ihren Willen zur Armee gezwungen werden. Dafür braucht es wieder die Wehrpflicht.

Deshalb ist die VVN-BdA heute solidarisch mit eurem Kampf gegen Wehrpflicht und Kriegsdienste. Wir unterstützen den Schulstreik, wir stehen an eurer Seite – auch wir sagen

NEIN: Nie wieder Kriegstüchtigkeit!

Jung und alt zusammen gegen die Wehrpflicht!

Und wir laden euch ein, heute mit uns den 8.Mai zu feiern, den Tag der Befreiung – ein Tag zum Feiern, ein Tag zum Kämpfen.

Heute Nachmittag um 17 Uhr bei der Kundgebung des Bündnis 8.Mai auf dem Holzmarkt und beim anschließenden kleinen Fest hinter der Stiftskirche.

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Gisela Kehrer-Bleicher

für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschist:innen  VVN-BdA

Erinnern heißt kämpfen

Heute, 81 Jahre nach dem 8. Mai 1945 sitzen also wieder Faschisten in den Parlamenten und deutsche Soldaten sollen gegen den „Feind im Osten“ positioniert werden.

Dagegen organisieren wir Widerstand und kämpfen für Frieden, Solidarität und für eine Gesellschaft, in der Menschen wichtiger sind als Profite. 

Schließt euch uns an und kommt am 8. Mai mit uns auf die Straße!

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Nie wieder kriegstüchtig!

https://tuebingen.vvn-bda.de/wp-content/uploads/sites/45/2026/05/Rede-zum-8.Mai-2026.pdf

Kundgebung 8.Mai 2026 – Begrüßung

Liebe Antifaschist:innen, liebe Friedensfreund:innen,

heute am 8.Mai feiern wir den Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg.

1945 hatte die Wehrmacht kapituliert, der Krieg war verloren. Die Welt wurde vom NS-Faschismus befreit, das unfassbare Leid des von Deutschland verschuldeten Krieges und faschistischen Terrors, die Elend und Zerstörung mit bis zu 80 Millionen Toten brachten, wurde beendet.

Die befreiten Völker, die KZ-Sklaven, die Zwangsarbeiter:innen und die Menschen in Deutschland, die unter Faschismus und Krieg gelitten hatten, erlebten den 8.Mai als „Morgenröte der Menschheit“, wie es Peter Gingold, jüdischer Antifaschist und Kommunist einst formulierte.

Millionen – alliierte Soldaten, Frauen und Männer aus dem Widerstand, Partisan:innen und Kriegsverweigerer haben für diesen Tag ihr Leben riskiert und geopfert. Sie alle kämpften als Teil der Anti-Hitler-Koalition für eine Welt ohne Krieg, Elend und Unterdrückung.

Doch heute soll Deutschland wieder kriegstüchtig werden und die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee in Europa aufgerüstet werden. Vor wenigen Tagen hat Kriegsminister Pistorius eine Militärstrategie für Deutschland verkündet: 460 000 kampfbereite Soldat:innen und technologisch überlegene Streitkräfte sollen ab 2039 bereitstehen, damit Deutschland wieder Kriege führen kann und dieses Mal dann auch siegreich. Ausgerechnet 2039, also genau Hundert Jahre nach Beginn des 2.Weltkriegs – Ist das nur Geschichtsvergessenheit?

Gleichzeitig erleben wir einen rasanten Aufstieg rechter und neofaschistischer Kräfte. Die Kriegstüchtigkeit wird mit einem desaströsen Sozialabbau und Innerer Militarisierung durchgedrückt, Antimilitaristische Proteste wie der Kampf der Schüler:innen gegen die Wehrpflicht sollen verhindert werden. Dies treibt die Rechtsentwicklung immer weiter.

Darum ist und bleibt der 8.Mai für uns ein der Tag der Befreiung – ein Tag zum Feiern, ein Tag zum Kämpfen !

Wir erinnern an alle, die unter großen Opfern damals zur Befreiung beigetragen haben, ihnen gilt unser Dank!

Der Tag der Befreiung wird unterstützt vom

DGB-Kreisverband Tübingen

Friedensmahnwache

Friedensplenum-Antikriegsbündnis

Gesellschaft Kultur des Friedens

Informationsstelle Militarisierung

Offenes Treffen gegen Faschismus und Rassismus

Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend

ver.di Ortsverein

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschist:innen (VVN-BdA)

Durch die Kundgebung führt nun …

Schlusswort

Die Ankündigung von Trump einen kleinen Teil der US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen und wohl auch Abstriche bei der geplanten Stationierung von neuen Mittelstreckenraketen zu machen, wurde von der Regierung als Drohung verstanden.  Wir machen uns aber keine Illusionen. Die Regierung wird nun den Kurs auf Kriegstüchtigkeit noch mehr verstärken, um deutsche Interessen in aller Welt durchzusetzen. Die Stationierung der US-Mittelstreckenraketen war nur als Übergangslösung geplant, bis eigene europäische zur Verfügung stehen. Die eigenständige europäische Militarisierung wird nun noch beschleunigt werden. Dagegen müssen wir weiter kämpfen. Und wir müssen noch mehr werden.

Mit dem Auftrag der Befreier und Befreiten aus den Konzenttrationslagern, die 1945 so wie die Häftlinge von Buchenwald schworen: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ kämpfen wir gemeinsam weiter, gegen Aufrüstung und Wehrpflicht, gegen Sozialabbau und rechte Politik.

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Alle gemeinsam auf die Straße:

– am 30.Mai gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Wiesbaden !

– am 6.7. gegen die AfD bei ihrem Parteitag in Erfurt!

Einladung zum Zusammensitzen hinter der Stiftskirche