„Bündnis Pforzheim Nazi frei! Solidarisch gegen Hetze und Gewalt!“

21. Februar 2022

am 23. Februar 2022 am Platz der Synagoge um 17 Uhr

wie jedes Jahr nutzen die Nazis den Jahrestag der Bombardierung am 23. Februar von Pforzheim zu ihrem unsäglichen Fackelmarsch.

Dagegen müssen sich alle Antifaschistinnen und Antifaschisten positionieren!

Die „Initiative gegen Rechts“ ruft u.a. mit folgenden Worten zu einer Gegendemonstration auf:

„In unserer Stadt starben zehntausende Menschen durch den von Nazis gewollten Krieg. Menschen wurden aus rassistischen, religiösen, politischen Gründen verfolgt, verschleppt, ausgebeutet und ermordet. Eine Veranstaltung wie die “Fackelmahnwache”, die genau diese Gründe verdreht, das Naziregime verherrlicht und damit zutiefst hasserfüllt ist, werden wir in unserer Stadt niemals akzeptieren!“

Als VVN-BdA unterstützen wir „die Initiative gegen Rechts“ und auch die Bündnisse „…nicht lange fackeln“ und „Bündnis Pforzheim Nazi frei! Solidarisch gegen Hetze und Gewalt!“

Die Demo startet am 23. Februar 2022 am Platz der Synagoge um 17 Uhr und endet gegen 18 Uhr am Hauptbahnhof.

Das OTFR Tübingen organisiert einen Zugtreffpunkt zu den Gegenprotesten des Bündnisses „Nicht lange Fackeln“: 

23.Februar, Hauptbahnhof Tübingen 15.50 Uhr !

Kundgebung der Tübinger Friedensbewegung „Gegen die Münchner Sicherheitskonferenz und das Säbelrasseln gegen Russland“ am 19.2.22

19. Februar 2022

Redebeitrag derVVN-BdA Tübingen-Mössingen

Anders als Außenministerin Baerbock sind wir nicht bereit „als Deutschland einen hohen Preis zu zahlen“ für die Zuspitzung der Konfrontation.  So wie ¾ der deutschen Bevölkerung treten wir für eine friedliche Lösung, für Deeskalation und Verhandlungen ein und lehnen Waffenlieferungen an die Ukraine ab.

Mit aggressiver Kriegspropaganda wird der Druck verstärkt,  Angst vor Russland geschürt. Jede Kritik an Aufrüstung und militärischem Säbelrasseln soll verhindert und Zustimmung zum NATO-Kriegskurs hergestellt werden.  Die letzten verbliebenen Friedenskräfte bei den Grünen und in der SPD sollen zum Schweigen gebracht werden.

Hysterische Fakenews werden in die Welt gesetzt: „ der Angriff der russischen Armee wird am Mittwoch erfolgen“ und historische Tatsachen nach Belieben geleugnet und verdreht. Ein besonders drastisches Beispiel lieferte unsere CDU-Bundestagsabgeordnete Widmann-Mauz, die am 28.1. im „Tagblatt“ schrieb, dass sich „derzeit mehr als 100 000 russische Soldatinnen und Soldaten an der ukrainischen Grenze aufhalten. Solche Truppenverlegungen Russlands in Richtung Europa gab es zuletzt 1941“. Ist es nur Geschichtsvergessenheit,  wenn sie die aktuelle Situation ausgerechnet mit 1941 vergleicht? Damals überfiel  die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion und überzog das Land mit einem barbarischen Angriffskrieg; am Ende mussten fast 30 Millionen Tote beklagt werden.

Heute geht es angeblich um wertebasierte Außenpolitik, der demokratische Westen gegen die russische Diktatur im Osten. Doch wofür riskiert die NATO einen Krieg mit Russland? Welche Werte werden in der Ukraine verteidigt?

Amnesty International kritisierte wiederholt, dass in der Ukraine nach wie vor zahlreiche Menschenrechte ausgesetzt sind: Oppositionelle Journalisten und Politiker werden verfolgt, Kriegsdienstverweigerer müssen ins Ausland fliehen, die Meinungsfreiheit ist eingeschränkt, es gibt kein Recht auf faire Gerichtsverfahren, Gefangene werden eingeschüchtert und gefoltert.

Der Staat ist wirtschaftlich bankrott,  völlig von westlichen Geldgebern abhängig und neoliberalen Auflagen unterworfen. Mit der Folge einer wachsenden Verarmung großer Teile der Bevölkerung , während eine kleine Minderheit von Oligarchen sich hemmungslos bereichert und das Land mit einem System der Korruption überzogen hat. Sämtliche Präsidenten wurden von Oligarchen unterstützt und ins Amt gebracht. Die Südwestpresse zitierte am 16.2. Ukrainer, die beklagen, dass es aktuell unter Selenski sogar noch schlimmer wurde, dass 40% der staatlichen Gelder für Investitionsprogramme veruntreut werden.   Schon oft wurden  nationalistische Konflikte geschürt, um von sozialen Spannungen abzulenken.

Die Militarisierung der ukrainischen Gesellschaft wird  in den letzten Wochen gerade massiv vorangetrieben. Nicht nur das Militär wird ausgebaut und aufgerüstet, auch die Zivilbevölkerung wird in unglaublichem Maß mobilisiert. Verstörend sind die Bilder von mit Gewehren bewaffneten Zivilistinnen und Zivilisten, die militärisch ausgebildet werden.

Der ukrainische Journalist, Regimekritiker (und politischer Gefangener) Vasily Muravitsky hat  vor wenigen Tagen darüber informiert, welche Kräfte hinter dieser Militarisierung stehen: Während des Maidans und in den Jahren seit 2014 haben sich die prowestlichen Kräfte und alle ukrainischen Regierungen auf faschistische Milizen wie den „Rechten Sektor“ und die Neonazi-Partei Swoboda gestützt. Wir erinnern uns mit Entsetzen an den terroristischen Überfall auf Gewerkschafter und andere Demokraten. Mindestens 40 Menschen – die genaue Zahl ist bis heute nicht bekannt –  wurden  bei dem Brandanschlag auf das Gewerkschaftshaus in Odessa getötet. Mehr als 80 Milizen wurden in den  folgenden Jahren aufgebaut. Westliche Gelder fließen in ihre Ausbildung und Bewaffnung. Der berüchtigte Nazi-Kollaborateur Stepan Bandera , der mit der  deutschen Wehrmacht kollaboriert und die Verfolgung und Ermordung von ukrainischen Juden unterstützt hat, wird heute öffentlich als nationaler Held geehrt.

Berüchtigt ist das Asow-Regiment, dessen Gründer Biletsky sich zum „Kreuzzug der weißen Nationen gegen die semitisch geführten Untermenschen“ bekannte und die SS-Symbole Wolfangel und Schwarze Sonne verwendet.

Heute ist das Asow-Regiment eine Miliz mit einem riesigen Waffenlager. Asow hat  eigene Verlage und die Partei Nationalkorps aufgebaut. Diese Partei unterhält intensive Beziehungen zu faschistischen und rechten Organisationen in der ganzen Welt, in Deutschland gibt es Verbindungen zur Partei die Rechte, zum III.Weg und zu den Identitäten.

Neben der Armee wurde eine Nationalgarde aufgebaut, Asow und andere Milizen integriert. Sie bekamen offiziellen Status und staatliche Finanzierung und konnten großen Einfluss auf die ukrainische Gesellschaft gewinnen, wurden zu einer Bürgerkriegsarmee im Innern. Angehörige von Milizen terrorisieren politische Gegner und halten den Krieg gegen die prorussischen Separatisten in der Ostukraine in Gang. Die üppige staatliche Förderung der Milizen hat die Ukraine zu einem Zentrum für die militärische Ausbildung rechter Gruppierungen in Europa gemacht. Die amerikanischen Zeitschrift „Time“ berichtete über 17 000 ausländische Nationalisten und Rechtsextreme, die in den vergangenen Jahren militärisch ausgebildet wurden.

Im letzten Jahr wurde ein „Gesetz über die Grundlagen des nationalen Widerstands“  und zur territorialen Verteidigung beschlossen. Ziel ist die Aufstellung einer internen Truppe mit der Ausbildung zum Guerillakrieg. Im ganzen Land sollen Einheiten aufgebaut werden und im Einsatz sein. Zusätzlich zum regulären Militär werden rund 130 000 Freiwillige  Zivilisten ausgebildet. In der Südwestpresse wurden Fotos von diesen  Freiwilligen veröffentlicht, aber nicht, wer diese ausbildet. Der „Fokus“ schrieb erstmals am 17.2. genaueres: Neonazis des rechtsextremen Asow-Regiment trainieren schießfreudige Omas des Babuschka Bataillons!

Alle Freiwilligen sollen Waffen bekommen oder können ihre eigenen Jagdgewehre mitbringen, die Legitimierung des Waffengebrauchs  kann laut  Gesetz sehr weit ausgelegt werden: „zur Selbstverteidigung dürfen sie jeden töten, der eine Gefahr für die Territorialverteidigung darstellen könnte“. Damit wächst die Gefahr, dass die Aufstellung solcher Bataillone den militärischen Konflikt weiter verschärft und zu einer Militarisierung im Innern führt.  Der Konflikt kann nur gelöst werden, wenn die auch die Militarisierung der ukrainischen Gesellschaft gestoppt wird. Deshalb:

Keine weitere Unterstützung von Kräften, die mit aggressivem Nationalismus und Revanchismus die Spannungen an heizen!

Keine Finanzierung von rechten undneonazistischen Milizen in der Ukraine!

Deeskalation und Entmilitarisierung der Zivilgesellschaft!

Stopp der Waffenlieferungen aus dem Westen. Keine deutsche Waffenlieferungen, egal welcher Art und  wie sie auch genannt werden!

Gisela Kehrer-Bleicher, VVN-BdA Tübingen-Mössingen

Geboren in Ravensbrück

8. Februar 2022

Donnerstag ,den 10.03.2022

20:Uhr

Kulturzentrum franz.K Reutlingen



Filmvorführung und Diskussion::
Geboren in Ravensbrück
Ein Dokumentarfilm

Die Filmemacherin Heike Rode ist vor Ort und diskutiert mit dem Publikum
Der Dokumentarfilm schildert die Geschichte einer der wenigen Überlebenden im KZ geborenen Kinder. Am 1. Dezember 1943 kam Ingelore Prochnows Mutter, im fünften Monat schwanger und gerade mal 19 Jahre alt, ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Der Grund ihrer Inhaftierung: „Verkehr mit einem Polen“. Im April des folgenden Jahres brachte sie ihre Tochter Ingelore zur Welt. Wie durch ein Wunder überlebte sie ein Jahr lang bis zur Befreiung im April 1945. Sie wuchs bei Adoptiveltern auf, erfuhr erst 40 Jahre später von den Umständen ihrer Geburt und machte sich auf die Suche nach ihrer Geschichte und nach möglichen Angehörigen. Ein Film, der diese Suche und die Geschichte nachvollzieht. Es geht um fehlende Erinnerungen, offene Fragen und das Erinnern ohne eigene Erinnerung.

Ingelore findet bis heute Trost und Anerkennung im Engagement um das Gedenken und den Treffen mit anderen Überlebenden und deren Angehörigen. Sie haderte lange mit ihrer Rolle als Überlebende; fehlt ihr doch die eigene Erinnerung an das KZ. Wie kann sie denn als so etwas wie eine Zeitzeugin gelten, wenn sie nichts bezeugen kann? Ingelores Geschichte wird von ihr selbst erzählt, setzt sich aus Fragmenten, Dokumenten und Briefen für die ZuschauerInnen nach und nach zusammen. Der Film bietet mögliche Antworten und wirft gleichzeitig neue Fragen auf, er ist auf der Suche, so wie es Ingelore war und ist.


mit Ingelore Prochnow, Heike Rode, Klaus Prochnow, Frau Sonntag
Regie und Montage: Jule von Hertell 
Kamera: Julia Küllmer
Sounddesign und Mischung: Anna Grabo
Farbkorrektur: Diana Sanchez


Gefördert mit Mitteln der nordmedia, Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und Stiftung Erinnerung

Pressefotos:
https://www.franzk.net/images/kk/2022/geboren-in-ravensbrueck/geboren-in-ravensbrueck-koep7hruwfgydbjs.jpeg
https://www.franzk.net/images/kk/2022/geboren-in-ravensbrueck/geboren-in-ravensbrueck-wermshun2ayo3zcw.jpeg

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In Kooperation mit dem DGB Südwürttemberg, der IG Metall Reutlingen-Tübingen, dem OTFR Tübingen, der VVN BdA Kreisvereinigung Reutlingen und der VVN BdA Tübingen-Mössingen
Weitere Infos: http://docupasion.de/projekte/geboren-in-ravensbrueck/

Information zur Petition: Die VVN-BdA muss gemeinnützig bleiben!

27. Januar 2022

Spannende Online-Veranstaltung – Video jetzt online!

https://www.openpetition.de/petition/blog/die-vvn-bda-muss-gemeinnuetzig-bleiben

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA hat Ihnen eine neue Nachricht zu dieser Petition „Die VVN-BdA muss gemeinnützig bleiben!“ geschickt:

https://www.openpetition.de/petition/blog/die-vvn-bda-muss-gemeinnuetzig-bleiben
>>> Hier geht’s zum Video <<<
‼️140 Interessierte aus Schleswig-Hollstein, Berlin, Bayern, NRW, Sachsen
und sogar aus Österreich haben gestern an unserer Online-Veranstaltung
„Wie die deutsche Wirtschaft dem Faschismus zur Macht verhalf“
teilgenommen.

➡️ Vielen Dank an Maxi Schneider und Ulli Sander, die einen interessanten
Überblick über die Ereignisse um den 26.01.1932 gegeben haben und tief in die Materie eingetaucht sind.

✨ Die Veranstaltung ist ab jetzt auf unserem Youtube-Kanal zu sehen:
www.youtube.com/watch?v=4i8gJWQflBw und bei freie-radios.net als
Audiostream zu hören: www.freie-radios.net/113533.

Abonniert gerne unseren Youtube-Kanal: VVN-BdA Bundesorganisation.

#Antifa #Youtube #VVNBdA #Düsseldorf #Industrieclub #Jahrestag
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA Alle Informationen und Fortschritte zur Petition gibt’s hier. Haben Sie eine Frage oder einen Hinweis zur Petition? Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA hat die Petition gestartet. Klicken Sie hier, um Kontakt aufzunehmen. Herzliche Grüße
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Rundgang zum Mössinger Generalstreik am Samstag 29.1.2022

20. Januar 2022

„Massenstreik! – Hitler Reichskanzler“ unter dieser Losung beteiligten sich am 31.Januar 1933 mutige Arbeiterinnen und Arbeiter mit einem Demonstrationszug durch Mössingen als Einzige am Generalstreik. In Erinnerung daran und anläßlich des 89.Jahrestages führt uns die Museumsleiterin Frau Dr. Franziska Blum auf den Spuren der Streikenden in einem Rundgang zu den historischen Orten. Dieser wird etwa 1 Stunde 15 Minuten dauern und endet am Rathaus. Dort können wir dann in kleinen Gruppen den Ausstellungskubus zum Generalstreik  besuchen. Abschließend besteht noch die Gelegenheit zu einem Austausch und Gesprächen zum Generalstreik und zu weiteren Planungen im kommenden Jahr.

Treffpunkt ist um 16 Uhr am Löwenstein-Platz, beim Café Pausa, dort sind auch Parkplätze vorhanden. Fahrmöglichkeit mit dem Zug gibt es um 15.29 Uhr ab Tübingen Hauptbahnhof. Wir organisieren auch einen Mitfahrgelegenheit mit PKW: Treffpunkt dafür ist um 15.20 Uhr bei der AOK Hegelstraße/Südausgang Hauptbahnhof.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme und bitten um Anmeldung unter : tuebingen@vvn-bda.de  Bitte auch angeben, ob Mitfahrgelegenheit ab Tübingen gewünscht ist, bzw. wer Plätze im PKW zur Verfügung stellen kann.

P.S. Für die Veranstaltung gelten die gültigen Corona-Bestimmungen, aktuell 2 G+ und Maske.

Aufruf gegen die Veranstaltung der AfD

19. Januar 2022

Mit viel „Parteiprominenz (Weidel, Chrupalla, Jongen, Frohnmaier etc.) hat die AfD für Sonntag 23.1. ab 15 Uhr eine Großveranstaltung auf dem Herrenberger Marktplatz angekündigt. Unter dem Titel: „Normalität statt Notfall – Unser 2 G ist das Grundgesetz“ sind als Redner u.a. Chrupalle, Weidel, Frohnmaier, Jungen angekündigt. Ein antifaschistisches Bündnis ruft deshalb zu einer Kundgebung um 14 Uhr auf, Platz vor der Alten Turnhalle.
Anfahrtmöglichkeit ab Tübingen mit der Ammertalbahn  13.17 Uhr Hauptbahnhof.
Bitte unterstützt das antifaschistische Bündnis und beteiligt euch an den Protesten gegen die AfD!

Ihre Freiheit ist eine Lüge

Kundgebung am 23.01.2022 um 14:00 Uhr

in Herrenberg

Mit regelmäßigen Großveranstaltungen und viel Parteiprominenz will die AfD Anhänger*innen in Herrenberg und der Metropolregion Stuttgart gewinnen,so auch wieder am 23.01.22.

Die AfD ist eine Partei, welche die Freiheit für die Mehrheit der Menschen weiter autoritär beschneiden möchte und so grenzt es an Sarkasmus, dass sie nun versucht sich durch ihren Bezug auf die Corona-Maßnamen als freiheitliche und antiautoritäre Option darzustellen.

Die AfD nutzt die teilweise ernstzunehmenden Ängste mancher Menschen vor Ansteckung und existenziellen Sorgen aus, um ihre menschenverachtende Politik in der „Mitte der Gesellschaft“ zu etablieren.

Wir sagen klar: Ihre Freiheit ist eine Lüge! Wer für Nationalismus steht, eine (noch) schärfere Gangart gegen Geflüchtete propagiert, Abtreibungsverbote befürwortet, soziale, rechtliche und wirtschaftliche Ungerechtigkeit als normal befindet und allgemein bei jeder Gelegenheit Rechte Hetze verbreitet steht nicht für Freiheit! Lasst uns den blauen Rattenfängern zeigen, was wir von ihrem heuchlerischen Freiheitsverständnis halten.

Setzt mit uns gemeinsam am kommenden Sonntag in Herrenberg ein Zeichen gegen Rechts und tretet mit uns ein für solidarische Pandemiebekämpfung!

Unsere Kundgebung beginnt um 14:00 Uhr auf dem Platz vor der Alten Turnhalle (Seestraße 31)

*Bitte kommt getestet und tragt nach Möglichkeit eine FFP2-Maske, auch wenn ihr geimpft seid und keine akuten Symptome habt. Wir werden vor Ort eine begrenzte Anzahl von Selbsttests anbieten*

Ein Aufruf von:

VVN-BdA Stuttgart, ArbeiterInnenmacht, Seebrücke Kreis Böblingen, Ende Gelände Tübingen, Wombat-Bündnis: Solidarität statt Autorität, Antifa Calw, Antifaschistische Aktion Herrenberg, Aufstehen gegen Rassismus Stuttgart,Widersta_NT, Rosa Reutlingen, Fantifa Herrenberg



Das Tübinger OTFR ruft ebenfalls zu Aktionen gegen die AfD-Kundgebung auf. Zugtreffpunkt ist um 13.20 Uhr Hauptbahnhof. Weitere Infos unter:https://www.tueinfo.org/wordpress/?p=1158

Gegen das Vergessen!

21. November 2021

Die VVN-BdA Tübingen-Mössingen beteiligte sich an der Gedenkveranstalltung der Reutlinger VVN-BdA

Die Toten mahnen die Lebenden:

Gegen das Vergessen!

Gedenktag 2021 gegen Neonazismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Krieg!

am Totensonntag, 21. November 2021, 10:00 Uhr,

vor dem Mahnmal Friedhof Unter den Linden, Reutlingen.

Gedenkredner:       Moritz Stiepert, Regionssekretär Deutscher Gewerkschaftsbund DGB

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Vielen Dank, dass ihr alle zahlreich erschienen seid! Vielen Dank für die Einladung als Gedenkredner!

Der Totensonntag dient in der evangelischen Kirche als Gedenktag für die Verstorbenen. Er liegt am letzten Sonntag des Kirchenkalenders, also am letzten Sonntag vor dem 1. Advent. Für antifaschistische Organisationen wie die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ ist es ein Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Daher befinden wir uns heute hier auf dem Friedhof Unter den Linden am Mahnmal.

„Man muss den Leuten anscheinend immer noch beibringen, dass jeder Mensch ein Mensch ist.“, sagte Esther Bejarano, das langjährige Mitglied des VVN-BdA, die uns leider in diesem Jahr verlassen hat. Auch dieser Frau sollten wir heute gedenken. Esther war vor drei Jahren noch auf Tournee mit der Microphon Mafia und hat dabei auch Reutlingen besucht. Eine stete Kämpferin gegen Rechtsextremismus in Deutschland. Dafür sollten wir ihr dankbar sein und so sollten wir an sie gedenken!

Ich möchte auch daran erinnern, dass der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten“ 2019 noch die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde. Sie wurde zum Glück wiedererlangt, es passt jedoch in eine Zeit, in der rechtsextreme mit immer mehr Grenzverletzungen und (Gewalt)Taten durchkommen und gleichzeitig immer mehr Antifaschist*innen vor Gericht landen und hier in teilweise abenteuerlichen Indizienprozessen zu langen Haftstrafen verurteilt werden. Auch im Fall der angeblichen Linksterroristin Lina fallen nun die ersten Anklagepunkte in sich zusammen. Ich kann nur sagen: Antifaschismus ist kein Verbrechen!

Zudem möchte ich meine Solidarität mit der Zelle und Rosa bekunden, die im letzten Jahr durch Brandanschläge immer wieder in Gefahr gebracht und bedroht wurden. Wir können nur hoffen, dass die Angeklagten aus rechten Kreisen, ihre gerechte Strafe bekommen und wir bekunden hier unsere Solidarität mit der Zelle und Rosa. Ihre Jugendarbeit ist wichtig! Sie ist wichtig gegen rechts und Reutlingen wäre deutlich grauer und trister ohne solche Gruppierungen in der Stadt.

Ich möchte daran erinnern, dass die Totensonntagstradition in Reutlingen auf den ehemaligen Bürgermeister Fritz Wandel, der Bürgermeister unter Oskar Kalbfell war, zurückgeht. Fritz Wandel war KPD Mitglied, 3. Stellvertreter unter Oskar Kalbfell und als Leiter des Wohnungsamtes der Stadt Reutlingen maßgeblich am Wiederaufbau der Stadt beteiligt. Er hatte gemeinsam mit Kalbfell Reutlingen vor einer größeren Zerstörung durch die Franzosen bewahrt und auch nach dem Krieg 1947 den VVN-BdA in Reutlingen begründet. Nächstes Jahr steht also der 75. Geburtstag an!

Dieses Jahr bietet viele Gelegenheiten und wichtige Themen, die mensch mit dem Totensonntag in Verbindung bringen könnte. Der gewaltsame Sturm auf das Kapitol in Washington, welcher durch den ehemaligen amerikanischen Präsidenten Trump ausgelöst wurde, der viele Menschenleben gekostet hat und auch weiterhin die Bevölkerung der USA spaltet. Die älteste Demokratie der Welt ist in Gefahr!

Oder der gescheiterte Afghanistanfeldzug, der in diesem Jahr beendet wurde. Wir sahen Menschen im Fernsehen, die sich aus Angst vor der Taliban an Flugzeuge gehangen haben und beim Start auf die Landebahn fielen. Frauen müssen nun wieder Angst davor haben, dass sie nicht zur Schule gehen können und auch sonst keine Rechte im öffentlichen Leben haben.

Während am anderen Ende der Welt Menschen Angst um ihr Leben haben, haben Menschen in Deutschland Angst vor einer Impfung. Ältere Menschen, mit Wohlstandsbauch, Fleecejacke, Treckingschuhen, einem „Ich bin leider nur gesund“ Button am Rucksack und einem „umarmbar“ Schild in der Hand, bevölkern wochenends die Innenstädte und liefern sich Keilereien mit der Bereitschaftspolizei; dafür wäre die Antifa sicher langjährig im Knast gelandet.

Aber das alles ist bereits weitreichend kommentiert und auch gut beschrieben worden. Daher möchte ich heute ein anderes aktuelles Thema ansprechen:

„Man muss den Leuten anscheinend immer noch beibringen, dass jeder Mensch ein Mensch ist.“, hat Esther Bejarano gesagt.

Ich möchte mich heute mit einem „Krieg“ vor unserer Haustür beschäftigen. Krieg, so nennen es jedenfalls einige Zeitungen. Einem Krieg, bei dem mensch sich noch unschlüssig ist, ob er nun zwischen Weißrussland und Europa, zwischen Russland und Europa oder doch nur zwischen Russland und Deutschland stattfindet. Einem Krieg, der wie jeder Krieg auf dem Rücken der Schwächsten der Gesellschaft ausgetragen wird. Es wird in den Medien Krieg genannt, weil wir angeblich Angst vor Menschen haben. Und somit Menschen hier als Waffe dienen! Ich rede von der Situation an der polnisch/belarusischen Grenze.

Ich rede von Menschen, die von der einen Polizei ins andere Land gejagt wurden, nur um dann im anderen Land von der anderen Polizei verfolgt zu werden.

Und warum dienen hier Menschen als Waffen? Naja, nur weil Lukaschenko und Putin verstanden haben, dass Europa vor nichts mehr Angst hat als vor Geflüchteten.

Es gibt also kein Schwarz und Weiß in dieser Geschichte.

Auch auf der Seite von Russland und Belarus gibt es nicht nur das pure Böse. Putin ist kein Demokrat, aber er hat auch ein gebeuteltes Riesenreich, nach dem Chaos unter Gorbatschow und Jelzin wieder beruhigt.

Lukaschenko ist ein Autokrat, ekelhafter Rassist, Hitlerverehrer und Antisemit, aber wir werden das Problem Lukaschenko nicht an der polnischen/belarussischen Grenze lösen können. Dann tragen wir unseren Konflikt nur auf dem Rücken der Geflüchteten aus.

Aber warum diese Angst vor geflüchteten Menschen?

Zwischen 2015 und 2017 kamen ungefähr 2,6 Millionen Schutzsuchende nach Deutschland. Das hat innerhalb der Gesellschaft zu enormen Diskussionen geführt. Grundsätzlich stellt das eine Gesellschaft sicherlich vor Probleme. Es braucht Unterkünfte, neue Schulformen, Arbeits- und Ausbildungsplätze, Lehrer*innen für den Deutsch als Fremdsprache Unterricht usw. usf. Natürlich bedarf eine solche hohe Zahl an Migranten eine Kraftanstrengung einer Gesellschaft. Und natürlich müssen wir über das „Wie“ von Migration diskutieren können.

Doch zuletzt wurden Bilder in Social Media Kanälen geteilt, die uns nur mit Schrecken zurücklassen können. Familien liegen bei dieser Kälte und Nässe im Wald, vor ihnen die polnische, hinter ihnen die weißrussische Polizei. Hundert(e) Menschen stehen somit an einem Grenzposten – eingeschlossen von bewaffneten Polizist*innen. Ich möchte gar nicht sagen, dass ich hier heute einen Vorschlag machen könnte, wie dieser Konflikt zu lösen ist, aber von Europa, dem einzigen Kontinent mit Friedensnobelpreis und mit – immer wieder hervorgehobenen – Werten, sollten wir ein anderes Vorgehen erwarten können. Nicht abschotten, sondern konkrete Hilfen und gegebenenfalls die Aufnahme der Geflüchteten sind dabei das Mindeste, was wir leisten können.

Grundsätzlich sollten wir vor Migration keine Angst haben. Ich denke, wir haben die Migrationswellen 2015/17, aber auch in den 60ern und 90ern gut aufgefangen und bei allen Problemen geschafft! Die Hälfte derjenigen, die 2015/17 zu uns gekommen sind, ist heute in Arbeit und davon wiederum die Hälfte als Facharbeiter angestellt. 21% der Menschen im schulpflichtigen Alter besuchen ein Gymnasium, oder haben eines besucht. Wir müssen uns dabei auch weiterhin dafür einsetzen, dass Menschen im Schulsystem und an der Arbeit nicht diskriminiert werden.

Denn Deutschland hat demographisch betrachtet nach Japan die zweitälteste Bevölkerung der Erde. 2015-2017 war der letzte und einzige Zeitraum, in dem Deutschland gewachsen ist und etwas jünger wurde. Wir brauchen daher dringend Migration!

Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, sprach zuletzt von einer netto Zuwanderung von 400 000 Menschen pro Jahr, die es bräuchte, um die in die Rente gehenden Jahrgänge in den nächsten Jahren aufzufangen. Anders sei unser Wohlstand nicht mehr abzusichern.

Deutschland hat derzeit 21 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, das sind ca. 25 % der Einwohner*innen dieses Landes. Wenn ich die Zahlen richtig gelesen habe, dann liegt Reutlingen mit einer Quote von 26 % da genau im Schnitt. Doch trotz aller Schlagzeilen der Bild-Zeitung, trotz Boris Palmer, trotz Thilo Sarrazins Büchern und trotz aufgebrachten Wutbürger*innen, können wir doch sagen, dass wir in einem der sichersten Länder der Welt leben. Die Integration der zu uns kommenden Menschen ist als Erfolgsgeschichte zu verstehen. Am 30. Oktober konnten wir 60 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei feiern. Ein Tag, der mir persönlich zu wenig gefeiert wurde. Was wäre Deutschland ohne unsere türkischstämmigen Kolleg*innen in den Betrieben, als Vertrauensfrauen und -männer und Betriebsrät*innen. Das trifft natürlich auch auf andere Migrationsgruppen zu, wie den Menschen aus Russland und Ex-Jugoslawien Anfang der 90er, um nur ein weiteres Beispiel zu nennen.

Migration ist kein modernes Phänomen, schon Cäsar schrieb im De bello Gallico über umherziehende Bevölkerungsgruppen. Wir sind uns sicher: In der Moderne wird Migration sogar noch zunehmen. Nein, Deutschland muss nicht für alle die Heimat werden, aber auch nicht alle kommen nach Deutschland weil sie wollen, sondern weil sie müssen. Wir sollten unserer Pflicht als Menschen nachkommen, ein bisschen etwas von unserem enormen Reichtum in Deutschland mit dem Rest der Welt teilen und die Menschen, die Zuflucht suchen, hier aufnehmen.

„Give me your tired, your poor,
Your huddled masses yearning to breathe free,
The wretched refuse of your teeming shore.
Send these, the homeless, tempest-tost to me,
I lift my lamp beside the golden door!“ So geht es im Sonnett The New Colossus von Emma Lazarus, das an der Freiheitstatue prangt und ich finde, das wäre auch kein schlechtes Motto für Deutschland.

Diese Freiheitsstatue und dieses Gedicht haben viele auf Ihrer Flucht vor dem Faschismus als Zeichen der Freiheit sehen können, wenn sie mit dem Boot in Amerika angelegt haben. Denn eins sollten wir uns immer vor Augen führen. Von Deutschland ging während der NS-Zeit Gewalt und Vernichtung aus und somit auch eine der größten Flucht- und Migrationsbewegungen der Moderne.

Viele hatten die Möglichkeiten in Skandinavien, den USA oder Israel unterzukommen, aber vielen wurde auch die rettende Aufnahme verweigert und sie starben auf der Flucht.

Europa und insbesondere Deutschland hat daher die historische Pflicht an seinen Außengrenzen und auf dem Mittelmeer Migration human zu gestalten. Es hat ebenso aus ökonomischem Interesse die Pflicht Migranten aufzunehmen. Was spricht also dagegen, eine humane Lösung der Migrationsfrage an den Außengrenzen vorzunehmen? Wir brauchen keine Abschottung! Europa darf nicht die Gated Community der Erde werden! Wir brauchen Aufnahme, Bildung, Ausbildung, Arbeit und Integration.

Ich danke Ihnen für Ihr Kommen und freue mich auf die weiteren Grußworte und Reden!

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Wir werden sie nie vergessen:

10. Juli 2021

Ehrenpräsidentin Esther Bejavaro gestorben

Heute Nacht ist unsere Ehrenpräsidentin Esther Bejarano ruhig und friedlich eingeschlafen.

Wir alle kannten Sie als eine Frau von großer Entschiedenheit und geradezu unglaublichem Elan, die viele von uns noch bis vor kurzem auf der großen Bühne erleben durften. Zuletzt saß sie am 8. Mai auf unserer kleinen Bühne im Hamburger Gängeviertel und erzählte von ihrer Befreiung am 3. Mai 1945 durch Soldaten der Roten Armee und der US-Armee, die kurz nacheinander in der kleinen Stadt Lübsz eintrafen. Dort hatte Esther mit einigen Freundinnen aus dem KZ Ravensbrück Unterschlupf gefunden, nachdem sie gemeinsam dem Todesmarsch entflohen waren.

Wenige Tage zuvor, am 3. Mai, den sie ihren zweiten Geburtstag nannte, hat Esther sich noch mit einer Video-Botschaft zum Tag der Befreiung an uns alle gewendet. Darin bezog sie noch einmal deutlich Stellung zu aktuellen Auseinandersetzungen in der Stadt Hamburg und im ganzen Land. Obwohl sie dabei schon im Rollstuhl saß, waren ihre Worte klar und ihre Stimme kräftig:

Heute Nacht ist unsere Ehrenpräsidentin Esther Bejarano ruhig und friedlich eingeschlafen.

Wir alle kannten Sie als eine Frau von großer Entschiedenheit und geradezu unglaublichem Elan, die viele von uns noch bis vor kurzem auf der großen Bühne erleben durften. Zuletzt saß sie am 8. Mai auf unserer kleinen Bühne im Hamburger Gängeviertel und erzählte von ihrer Befreiung am 3. Mai 1945 durch Soldaten der Roten Armee und der US-Armee, die kurz nacheinander in der kleinen Stadt Lübsz eintrafen. Dort hatte Esther mit einigen Freundinnen aus dem KZ Ravensbrück Unterschlupf gefunden, nachdem sie gemeinsam dem Todesmarsch entflohen waren.

Wenige Tage zuvor, am 3. Mai, den sie ihren zweiten Geburtstag nannte, hat Esther sich noch mit einer Video-Botschaft zum Tag der Befreiung an uns alle gewendet. Darin bezog sie noch einmal deutlich Stellung zu aktuellen Auseinandersetzungen in der Stadt Hamburg und im ganzen Land. Obwohl sie dabei schon im Rollstuhl saß, waren ihre Worte klar und ihre Stimme kräftig:

https://www.auschwitz-komitee.de/5249/esther-bejarano-wir-sind-da-meine-befreiung-im-mai-1945-und-meine-hoffnungen/

Wir verdanken Esther viel; sie war immer da, wenn wir sie brauchten.

Als 1990 zum ersten Mal ein Bundessprecher:innenkreis gewählt werden sollte und dafür Personen gesucht wurden, die Tradition und „Neuanfang“ verkörperten, stand sie dafür zur Verfügung und wurde eine unserer ersten Bundessprecherinnen in einer Zeit, in der wir der Diffamierung des Antifaschismus als „diskreditiert“ und „überkommen“ entgegentreten mussten. Sie hat einen großen Anteil daran, dass das gelungen ist.

Zum 50. Geburtstag der VVN richtete sie zusammen mit Peter Gingold einen bewegenden „Appell an die Jugend“:

https://perlavitamovie.files.wordpress.com/2013/08/appell-an-die-jugend-vers-2005-esther-bejarano-und-peter-gingold-doc.pdf

Als im November 2019 das Finanzamt für Körperschaften in Berlin unsere Gemeinnützigkeit bestritt, schritt sie mit ihrem flammenden Appell an Olaf Scholz „Das Haus brennt und Sie sperren die Feuerwehr aus“ ein und verbreiterte die öffentliche Debatte. Damit hat sie wesentlich zu unserem Erfolg in dieser Auseinandersetzung beigetragen.

Nun ist die unermüdliche „Zeitzeugin“ gegen Vergessen des historischen und Verharmlosen des aktuellen Faschismus, Mahnerin und Kämpferin für Menschenrechte, Frieden und eine solidarische Gesellschaft von uns gegangen. Sie wird uns fehlen, vielen von uns auch als verlässliche Freundin.

Wir denken ans sie in Dankbarkeit, Trauer und Liebe.

Nehmen wir ihre letzte öffentliche Botschaft als Vermächtnis und arbeiten wir weiter daran, dass der 8. Mai endlich auch in Deutschland ein Feiertag wird, so wie sie es in ihrer Rede am 3. Mai noch einmal vorgetragen hat:

„Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschla­gung des NS-Regimes. Am 8. Mai wäre dann Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken: Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit.“

https://vvn-bda.de/wir-werden-sie-nie-vergessen



80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion – VVN-BdA erinnert an die Opfer des Vernichtungskrieges und alle Kämpfer:innen für die Befreiung!

7. Juni 2021

Vor 80 Jahren, am 22. Juni 1941, überfielen die Armeen Hitlerdeutschlands und ihrer Verbündeten die Sowjetunion. Damit begann das letzte Kapitel der Aggression des deutschen Faschismus gegen die Länder und Menschen Europas und darüber hinaus. Doch dieser Krieg war nicht allein ein Eroberungskrieg um Raum und Ressourcen – gemessen an der zugrundeliegenden Ideologie und der Kriegsplanung war es ein Vernichtungskrieg gegen den „jüdisch-bolschewistischen“ Feind.

Die Generalität der Deutschen Wehrmacht machte mit dem Kommissarbefehl, dem Generalplan Ost sowie dem Handeln der Einsatzgruppen deutlich, dass sie dieses Konzept des Vernichtungskriegs von Anfang an unterstützte. Dieser Vernichtungswille zeigte sich in zahlreichen Mordaktionen, die Wehrmachtseinheiten und Einsatzgruppen des SD (Sicherheitsdienst der SS) gegen jüdische, slawische und Roma-Zivilist:innen in den okkupierten Gebieten verübten. Allein dem Massaker von Babi Jar fielen im September 1941 über 30.000 Menschen zum Opfer. Dieser Vernichtungskrieg brachte unendliches Leid über die Menschen und forderte mehr als 27 Millionen Opfer aus allen Teilen der Sowjetunion.
Es liegt in der Verantwortung heutiger Generationen, dass niemand diese Gräueltaten je vergessen oder relativieren darf!
Deshalb verwahren wir uns dagegen, dass u.a. durch die Resolution des Europäischen Parlaments vom 19. September 2019 eine skandalöse Form der Geschichtsverfälschung betrieben wird, indem mit Verweis auf den deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag die Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg – und damit letztlich auch für den Überfall auf die Sowjetunion – den Opfern selber zugewiesen wird. Außerdem müssen wir erleben, dass in verschiedenen europäischen Ländern Kollaborateure des faschistischen Krieges, Freiwillige in den SS-Verbänden im Baltikum, die „Blaue Division“ in Spanien oder Bandera-Einheiten in der Ukraine als „Freiheitshelden“ in ihren jeweiligen Ländern gewürdigt werden. Hierin sehen wir
verhängnisvolle Formen von Geschichtsrevisionismus, denen wir uns auch international entgegenstellen.
Wir erinnern daran, dass es die Einheiten der sowjetischen Streitkräfte waren, die im Verbund der Anti-Hitler-Koalition die Hauptlast der militärischen Befreiung Europas und auch unseres Landes getragen haben. Beginnend im Dezember 1941 mit der Schlacht vor Moskau, bei der die faschistische Illusion eines „Blitzkrieges“ platzte, im Februar 1943 mit der Niederlage der 6. Armee bei Stalingrad und dem anschließenden verlustreichen Vormarsch nach Westen. Möglich wurde dies im gemeinsamen Handeln der Roten Armee
• mit der Zivilbevölkerung, die in Leningrad einer Blockade von 900 Tagen standhielt, bevor es gelang, die faschistischen Aggressoren zu vertreiben, und an der Heimatfront enorme Anstrengungen in der Rüstungsproduktion unternahm,
• mit den Partisaneneinheiten, die im Rücken der deutschen Einheiten begannen, die Versorgungswege zu blockieren und durch eigene militärische Aktionen eine große Zahl von Einsatzkräften im Hinterland banden
• und mit Unterstützung der westalliierten Verbündeten, die durch Lieferung von Rüstungsgütern und weiteren Materialien die Kampffähigkeit der sowjetischen Streitkräfte unterstützten.
Wir erinnern daran, dass auch deutsche Antifaschist:innen, die in der Sowjetunion Exil gefunden hatten, aber auch deutsche Soldaten, die im Krieg auf die sowjetische Seite wechselten, ihren Anteil als Frontbeauftragte, in Einheiten der Roten Armee und in anderen Formen an der militärischen Niederschlagung des deutschen Faschismus gehabt haben.
In Erinnerung an alle Menschen, die sich an dieser Front für die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln und die Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit eingesetzt haben, treten wir ein:
• für eine angemessene Erinnerung und Würdigung der Millionen Opfer des Vernichtungskrieges • gegen jede Form von Geschichtsrevisionismus und Rehabilitierung von NS-Kollaborateur:innen • für eine Friedenspolitik, die im Dialog mit Russland und den anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion eine neue Politik der Entspannung und Abrüstung in Europa ermöglicht
Der Flyer „80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion“ kann auf www.vvn-bda.de heruntergeladen und über unseren Shop bestellt werden:

https://shop.vvn-bda.de/index.php/flugblaetter/flyer-80-jahre-ueberfall-auf-die-sowjetunion.html


Offener Brief an die Fraktionen des Tübinger Gemeinderats

18. Mai 2021

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisvereinigung Tübingen


18.5.2021


Offener Brief an die Fraktionen des Tübinger Gemeinderats
Für ein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus in der Tübinger Güterbahnhofshalle


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten Sie, sich bei den Beratungen zur weiteren Nutzung der Güterhalle für die Realisierung eines Lern- und Dokumentationszentrums zum Nationalsozialismus an diesem historischen Ort einzusetzen.
Das Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus (LDNS) in der Güterbahnhofshalle um den Splitter- und Überwachungsstand herum sollte kommen, das schien einige Zeit relativ sicher zu sein, auch wenn die Art der Realisierung umstritten war. Der Fachbereich Kultur und die Bauverwaltung hatten etwa 200 qm für Ausstellungen und Räume vorgesehen, der Verein für ein LDNS hielt etwa 300 qm oder mehr für erforderlich. 300.00 EUR waren bereits im Haushalt der Stadt für das LDNS vorgesehen.
Es wurde viel diskutiert. Dabei setzte sich die Auffassung durch, das Stadtarchiv und LDNS seien eine gute Kombination und beide Einrichtungen ergänzten sich ideal. Als sich herausstellte, dass die Güterhalle für eine Archivnutzung nicht ertüchtigt werden und das Stadtarchiv nicht einziehen kann, nahm die Kulturverwaltung allmählich Abstand vom vorgesehenen LDNS, nun mit der Begründung, ohne das Stadtarchiv sei ein LDNS nicht sinnvoll. Für die Aktiven und die Unterstützer:innen des LDNS war dieser Gesichtspunkt allerdings nie ausschlaggebend, da die an der Recherchearbeit des LDNS Beteiligten schon lange auch ohne räumliche Nähe nicht nur im Stadtarchiv, sondern auch in vielen weiteren Archiven aktiv sind, die inzwischen viele Archivalien auch online anbieten.
Am 29.03.2021 brachte nun Frau Waizenegger, die Leiterin des Fachbereichs Kunst und Kultur, in den Gremien des Gemeinderats eine Vorlage zur Tübinger NS-Erinnerungskultur ein, in der sie apodiktisch mitteilt, dass „die Verwaltung es nicht mehr als sinnvoll [ansieht], in der Güterhalle ein solches Lernzentrum einzurichten.“ Eine derartige Weichenstellung hätte dann auch Konsequenzen für die zu planenden Baumaßnahmen.
Neben allerlei befremdlichen Aussagen und etlichen negativen Bewertungen der Arbeit der bürgerschaftlichen Erinnerungsinitiativen vertritt sie die These, ein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus (LDNS), insbesondere zur Geschichte der Zwangsarbeit, entspräche nicht der tatsächlichen Rolle Tübingens während der NS-Zeit. Darüber hinaus sei die Universität Tübingen „der eigentliche ‚Hauptakteur‘ der NS-Zeit mit großer Ausstrahlung weit über die Stadt hinaus“ gewesen. – Sicher hat gerade die Universität Tübingen besonders viele NS-Ideologen und NS-Täter hervorgebracht, aber die NS-Gewaltverbrechen wurden von den lokalen und überregionalen NS-Akteuren, den NS-Organisationen, den NS-Behörden und Ministerien geplant und begangen, und nicht von der Tübinger Universität. Und so wurden auch Kriegsgefangene und andere
Zwangsarbeiter:innen in einem Zusammenspiel von zentralen und lokalen Instanzen des NS-Staates in Tübingen eingesetzt und ausgebeutet. Die Rolle der Zwangsarbeit und die Rolle der lokalen NS-Instanzen wird mit derartiger Argumentation heruntergespielt und der Ball für ein LDNS an die Universität weitergereicht. Unbedeutend waren die städtischen Größen in der NS-Zeit nicht. Ernst Weinmann (1907-1947), der letzte Bürgermeister der Stadt Tübingen in der NS-Zeit beispielsweise, war mitverantwortlich und aktiv beteiligt an einer Reihe von „rassenpolitisch“ begründeten Kriegsverbrechen der deutschen Besatzer in Serbien, was ihm den Beinamen „Henker von Belgrad“ einbrachte.1 Die Stadtverwaltung funktionierte auch in der Zeit seiner Abwesenheit im Sinne des NS-Staates.
Wir sind der Meinung, die Region Tübingen braucht ein LDNS in der Güterhalle, das auch von der Universität Tübingen im Rahmen ihrer Möglichkeiten durch wissenschaftliche Expertise oder auf andere Weise unterstützt werden sollte.
Die Zwangsarbeit war überhaupt das öffentlichste Verbrechen der Nationalsozialisten im damaligen Staat. Gerade die Güterhalle mit ihrem Überwachungsstand und mit ihrer scheinbaren Unscheinbarkeit zeigt deutlich, wie wichtig es ist, solche Orte zu erhalten, zugänglich zu machen und zu erklären, was hier geschehen ist und warum. Hier ist das Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus – auch als Lernort zur Festigung der Demokratie – an der richtigen Stelle.
Hier kann historisch-politische Bildung am authentischen Ort für die Demokratieförderung nutzbar gemacht werden. Alten und ‚neuen‘ Rechten, Rassismus und Antisemitismus, muss rechtzeitig entgegen getreten werden. Deshalb gilt es, demokratische Initiativen gegen neue Gefahren wirksam zu stärken. Dazu kann ein Tübinger Lern- und Dokumentationszentrum zum NS in der Tübinger Güterbahnhofshalle einen wichtigen Beitrag leisten.
Als Organisation, die von Verfolgten und Überlebenden des deutschen Faschismus gegründet wurde und seit Beginn ihren Schwerpunkt in der Gedenkarbeit hat, wissen wir von der Bedeutung historischer Orte für die Erinnerungsarbeit. Wir hoffen sehr, dass diese Überlegungen bei den Beratungen zur Güterbahnhofshalle Berücksichtigung finden und danken Ihnen für Ihre Unterstützung bei der weiteren Realisierung des Lern- und Dokumentationszentrums zum Nationalsozialismus.

Mit freundlichen Grüßen
Gisela Kehrer-Bleicher

Für den Vorstand der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisvereinigung Tübingen


1 Groß; Schmidt; Uhlendahl (2020): Ernst Weinmann – Der „Henker von Belgrad“. In: zm 110, 16.06.2020, (12), S. 1236–1238.
Anhang:
Dokumentation eines Textes des Vereins (für ein) Lern- und Dokumentationszentrum:
Die Güterhalle mit dem Überwachungsstand ist ein authentischer Ort der Zwangsarbeit unter dem Nationalsozialismus
Grundlage ist die Vorlage von Stadtarchivar Udo Rauch zur Anerkennung der Denkmaleigenschaft gemäß § 2 DSchG durch das Regierungspräsidium 2010, ergänzt um die Einordnung in den größeren historischen Zusammenhang durch Hans Otto Binder.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde Hermann Göring Reichskommissar für die Luftfahrt. Am 04.07.35 wurde das Luftschutzgesetz für Frieden und Krieg erlassen. Für die Kriegsvorbereitung war der Schutz vor Luftangriffen, besonders von Bahnanlagen, von großer Bedeutung. 1936 folgte eine Richtlinie über Maßnahmen zum Schutz der Bahnanlagen gegen Angriffe aus der Luft. „Für die Notbelegschaft, die während eines Fliegerangriffs unbedingt an wichtigen Plätzen im Betrieb zur Beobachtung von Maschinen, Messständen oder anderen Einrichtungen ausharren mussten, wurden splittersichere Schutzstände geschaffen, aus denen eine einwandfreie Beobachtung und ein Zugriff in die Arbeitsvorgänge möglich wurde“ (Erich Hampe: Der zivile Luftschutz im Zweiten Weltkrieg. 1963 S. 14). Mit dem Einbau der Brandschutzmauer wurde auch im Tübinger Güterbahnhof ein solcher Schutzstand geschaffen. An den Einsatz von Kriegsgefangenen hat man damals noch nicht gedacht. Das Be- und Entladen erfolgte in der Regel durch die Firmen selbst.
Der Einsatz von Kriegsgefangenen wurde durch Göring veranlasst. Am 06.07.1942 ordnete er die Bildung von Entladekolonnen an zur Beschleunigung des Vorgangs und damit der schnelleren Wiederverwendung des rollenden Eisenbahnmaterials. Bis dahin wurden Entladekolonnen aus den Kriegsgefangenen der Unternehmen gebildet. Zahlreiche Tübinger Betriebe waren mit der Produktion von wichtigen Rüstungsgütern beschäftigt, darunter ausgelagerte Betriebsteile von Mercedes, das Himmelwerk und das Montanwerk. Die Stadtverwaltung Tübingen forderte 20 „Zivilrussen“ an und bekam dann sogar 30, aber keine „Zivilrussen“. In einer Sitzung am 14.09.42 wurde dem Tübinger Gemeinderat „über die Einrichtung der von Reichsmarschall Göring befohlenen Entladekolonnen in Tübingen“ berichtet, „nach langen und schwierigen Verhandlungen sei es gelungen, eine Entladekolonne bestehend aus 30 sowj. russ. Kriegsgefangenen, hierher nach Tübingen zu bekommen“. Die kamen mit 3 Wachmannschaften aus dem Stalag V b (Villingen und wurden im nahegelegenen Sidler-Lager untergebracht. Es war das Arbeitskommando 63701. Auf 10 Gefangene sollte ein „gut bewaffneter“ Wachmann kommen. Die Arbeiten hatten bei Tag und Nacht ohne Unterbrechung durch Sonn- und Feiertage zu erfolgen. In einem „Merkblatt für die Bewachung der russischen Kriegsgefangenen“ des Kommandeurs der Kriegsgefangenen vom 01.09.1942 heißt es, dass deren Bewachung „angesichts der Heimtücke und politischen Einstellung… eine besondere Sorgfalt und Strenge“ verlange. Sie dürften „nur in grösseren, geschlossenen Gruppen zum Einsatz kommen“. … „Die Arbeitsgruppen müssen ständig unter der Aufsicht von mindestens 2 Wachmännern stehen. Die Wachmänner haben ihre Aufstellung so zu wählen, dass sie die Gefangenen, wenn möglich aus überhöhtem Standpunkt, stets im Auge haben. Beim geringsten Versuch tätlichen Widerstandes ist von der Schusswaffe Gebrauch zu machen.“ Der Beobachtungsstand in der Güterhalle erfüllt diese Vorgaben mit seinen schießschartenförmigen Sichtschlitzen exakt.

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